Seidenmalerei

Das sollte man über Seide wissen bevor man anfängt zu malen.
Seide besteht aus den Fasern der Mittelschicht des Kokons, den die Raupe des Seidenspinners (auch Maulbeerspinners) bei der Verpuppung spinnt. Die Raupe des Maulbeerspinners wird seit dem Altertum in China, Japan und Indien gezüchtet. Auch andere Länder wie Italien und Griechenland gewinnen Seide inzwischen durch Züchtung.

Die Raupe ernährt sich von den Blättern des Maulbeerbaumes.
Daher ist die Züchtung der Raupen an ein bestimmtes Klima gebunden. Die Weibchen legen in ein paar Tagen 300 bis 700 Eier in den kleinen Pappkäfigen der Züchter ab.
10 bis 15 Tage später schlüpfen die Raupen. Eine Raupe spinnt sich zur Verpuppung in einen Kokon ein, der aus einem einzigen Faden besteht.
Dieser ist 800 m lang. (Ich habe allerdings auch irgendwo gelesen, dass er bis zu 4 km lang sein kann. Das scheint mir aber eher unwahrscheinlich.) Die Kokons werden nach der Verpuppung entnommen. Die einzelnen Seidenfäden werden zu einem dickeren Faden verzwirnt. Dieser wird dann verwebt und gibt uns das schönste Material für unsere Arbeit.

Seide gibt es in verschiedenen Stärken. Das Gewicht der Seide wird in g/m² angegeben. In den meisten Fällen findet man aber die asiatische Maßeinheit Momme vor. Ein Momme entspricht in etwa 4,305 g/m². Pongé 5 entspricht zum Beispiel 5 Momme, also ca. 21,5 g /m². Es gilt: je dichter das Gewebe (g/m²) (ist), desto geringer ist das Fließverhalten und um so brillanter erscheinen die Farben. Je dünner und leichter die Seide, desto leichter fällt sie. Seide gibt es in folgende Stärken (dünn bis dick), wobei diese Aufzählung bestimmt noch nicht abschließend ist.

  • Chiffon wird meist für Schals verwendet
  • Pongé 05 die meist eingesetzte Seide für Tücher und Schals
  • Pongé 06 für Tücher und Schals
  • Pongé 08 ist auch für Kleidung geeignet
  • Pongé 10
  • Twill 8
  • Twill 10
  • Crêpe de Chine 5 lässt sich vielseitig einsetzen, für Tücher, Schals, Kleidung,
  • Crêpe de Chine 12 ist weich fließend und knittert wenig
  • Georgette / Satin 12
  • Crêpe Satin 8 glänzend auf einer Seite
  • Crêpe Satin 12,5

Wildseide – sie wird aus Kokons gewonnen, die von noch frei lebenden Raupen stammen Außerdem kann man Ausbrennersamt auch sehr gut mit Seidenmalfarben verarbeiten.

Seide Waschen

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Meine Tücher wasche ich immer mit der Hand und einem Shampoo oder Feinwaschmittel. Bitte n i e in der Waschmaschine waschen!! Für die erste Wäsche vor dem Farbauftrag sollte man jedoch ein Feinwaschmittel verwenden, da im Shampoo oft rückfettende Zusätze enthalten sind. Diese können die Aufnahmefähigkeit der Seide beeinflussen. Nach dem Fixieren sollte man das Tuch gründlich ausspülen.

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Pflege der Seide

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Seide ist sehr hitzebeständig. Sie kann gewaschen oder gereinigt werden. Beim Bügeln verträgt sie auch Hitze. Man sollte die Pflege jedoch immer für das jeweilige Stück bestimmen.

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Fixierung bei der Seidenmalerei

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Da gibt es mehrere Möglichkeiten. Zum einen kann man die fertigen Werke einem Fixierservice übergeben, der die Arbeit dann übernimmt. Ich fixiere meine Sachen immer selbst, sofern das von der Größe her möglich ist. Wenn man das nötige Kleingeld übrig hat, kann man sich ein passendes Gerät dafür kaufen.

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